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ìÜberwachungskamera außen: Worauf Sie beim Kauf achten sollten – Hier gleich lesen

Eine Überwachungskamera außen installiert eignet sich hervorragend, um Häuser und Grundstücke zu überwachen.

Eine Überwachungskamera außen installiert eignet sich hervorragend, um Häuser und Grundstücke zu überwachen.

Eine Überwachungskamera außen anzubringen, steigert natürlich erst eimal ihr persönliches Sicherheitsgefühl. Vor allem aber dienen Außenkameras der Abschreckung und Überwachung. Worauf Sie beim Kauf achten müssen, erfahren Sie jetzt in unserer Checkliste.

1. Überwachungskamera außen – Die richtige Schutzart wählen

Geräte für außen sind grundsätzlich robuster und entsprechend wetterfester als Überwachungskameras für innen. Müssen sie auch. Tag und Nacht nagen Wind, Regen und sogar Schnee an ihnen. Eine typische Frage, die man oft in diesem Zusammenhang hört oder liest, ist: „Kann ich eine Überwachungskamera für innen nicht auch einfach für außen nutzen?“ Auf keinen Fall! Das Problem? Luftfeuchtigkeit und Nässe. Diese bahnen sich Stück für Stück ihren Weg durch das ungeschützte Gehäuse ihrer Innenkamera. Dort legen sie dannn die Elektronik lahm. Selbst an überdachten Orten, in Kellern oder sogar Hobbyräumen kann sich genug Kondenswasser bilden, um das Gerät zu zerstören. Daher ist es immens wichtig, sich im Vorfeld den Einsatzort einer Überwachungskamera außen genau anzuschauen.

Um die Auswahl solcher Geräte zu vereinfachen, gibt es sogenannte Schutzarten (z.B. IP 64, IP 65). Die Abkürzung IP steht dabei für International Protection. Die erste Ziffer gibt den Grad des Schutzes gegen Fremdkörper (z.B. Staub) und Berührungen an, die zweite den Schutzgrad gegen das Eindringen von Wasser.

Für den Außeneinsatz sollten Sie eine Kamera mit der Schutzart IP 66 wählen. So müssen Sie sich keine Gedanken mehr über Luftfeutigkeit oder gar Regen machen. Geräte dieser Art bieten einen ausreichenden Schutz gegen starkes Strahlwasser und sind staubdicht. Zudem besitzen sie einen vollständigen Schutz gegen Berührungen (z.B. das Eindringen eines Drahts).

Erster Punkt für unsere Checkliste für Überwachungskameras:

  • Schutzart IP 66

2. Eine Überwachungskamera außen mit guter Nachtsicht

Soll ihre Überwachungskamera außen auch nachts aufzeichnen, dann bietet sich ein Gerät mit Infrarot (IR) an. Kleine Infrarot-LEDs – an der Kamera selbst oder an einem externen Scheinwerfer – sorgen für die nötige Ausleuchtung und das nahezu unsichtbar. Lediglich ein rotes Glimmen ist von außen zu erkennen. Über die Kamera hingegen lassen sich so auch bei tiefster Dunkelheit Personen und Gebäude leicht beobachten.

Mit einem Infrarotstrahler können Sie ihre Übrwachungskamera außen oft problemlos nachrüsten.

Strahler können bei vielen Modellen auch problemlos nachgerüstet werden.

Hierbei spielt vor allem die Größe und die Anzahl der IR-LEDs eine wichtige Rolle. Je größer und höher diese beiden Werte sind, desto besser und größer ist die Ausleuchtung. Viele Hersteller geben hier als Hilfe eine maximale Reichweite in Metern an. Das ist auf der einen Seite ja erst einmal sehr gut. Auf der anderen Seite sind diese Angaben zumeist unter perfekten Bedingungen erzielt worden. Dies sollten Sie beim Kauf einkalkulieren. Achten Sie darauf, dass sie immer etwas mehr Reichweite kaufen als benötigt.

Ein Beispiel: Sie möchten den Eingangsbereich ihres Hauses samt Tür überwachen. Der Montagepunkt ihrer Kamera ist ca. zehn Meter von der Tür entfernt. Für eine gute Nachtsicht sollten Sie auf eine Überwachungskamera außen mit Infrarot zurückgreifen, die laut Hersteller eine Ausleuchtung von mindestens 15 Metern gewährleistet.

Die beste Nachtsicht bieten ihnen allerdings professionelle Außenkameras mit IR-Cut. Diese Geräte sind in der Anschaffung zwar etwas teurer, aber haben auch deutliche Vorteile. Bei Dunkelheit – also sobald sich die IR-LEDs einschalten – wechseln diese Geräte automatisch aus dem Farb- in den Schwarz-Weiß-Modus. Das verhindert nicht nur störendes Farbrauschen, sondern es entstehen auch keine Unschärfen. Bei entsprechender Helligkeit (z.B. Tagbetrieb) schaltet eine solche Überwachungskamera außen dann automatisch wieder die IR-LEDs ab. Der IR-Cut sorgt also nicht nur für eine bessere Videoaufnahme, sondern spart auch zusätzlich Energie, also Stromkosten.

Der zweite Punkt für unsere Checkliste für Überwachungskameras:

  • Schutzart IP 66
  • Nachtsicht: Infrarot LEDs oder zusätzlich IR-Cut

3. Welche Auflösung sollte eine Überwachungskamera außen mindestens haben?

Hier hat sich hier eine Auflösung von mindestens 720p, besser 1080p im HD-Format für eine Überwachungskamera außen bewährt. Kameras mit älteren Formaten, wie z.B. PAL, SD oder VGA, sind zwar oft sehr billig zu haben, aber aufgrund der viel schlechteren Bildqualität nicht mehr zu empfehlen.

Der dritte Punkt für unsere Checkliste für Überwachungskameras:

  • Schutzart IP 66
  • Nachtsicht: Infrarot LEDs oder zusätzlich IR-Cut
  • mind. 720p, besser 1080p im HD-Format

4. Überwachungskamera außen anbringen: WLAN oder Kabel, was ist besser?

Überwachungskameras mit einem Netzwerkzugang sind nicht nur leicht anzuschließen. Sie erlauben Ihnen auch über Smartphone oder Tablet einen flexiblen Zugriff von unterwegs. Sie können also in der Südsee am Strand liegen und gleichzeitig ihr Haus überwachen.

Die Nutzung von WLAN bietet sich an allen Montageorten an, die sich in der Reichweite eines normalen Routers befinden. Ein großer Vorteil ist, dass Sie die Überwachungskamera außen jederzeit an einen neuen Ort versetzen können. Ein neues Kabel müssen Sie dafür dann nicht extra verlegen. Mit der Hersteller-Software oder einer entsprechenden App lassen sich die Geräte in nur wenigen Schritten mit ihrem WLAN vor Ort verbinden und sicher einrichten.

WLAN-Repeater verbessern die Reichweite des WLAN-Signals. Sie eignen sich daher sehr gut für den Einsatz einer Überwachungskamera außen oder innen.

WLAN-Repeater verbessern die Reichweite des WLAN-Signals. Sie eignen sich daher sehr gut für den Einsatz einer Überwachungskamera außen oder innen.

WLAN-Signal verstärken

Um eine optimale Verbindung zwischen Router und der Überwachungskamera außen zu gewährleisten, bieten sich sog. Repeater bzw. Signalverstärker an. Diese kommen dann zum Einsatz, wenn der Montageort der Überwachungskamera außen außerhalb der üblichen Reichweite ihres WLAN-Routers liegt. Durch einen Repeater oder einen Signalverstärker lässt sich die Reichweite deutlich erhöhen. Prüfen sie also vor dem Kauf, ob sie eventuell ein derartiges Zusatzgerät benötigen. Entsprechende Geräte können im Zweifelsfall jederzeit nachgerüstet werden.

Überwachungskamer außen: Stabiler Empfang per Kabel

Wenn Sie in Sachen Empfang allerdings auf Nummer sicher gehen wollen, dann führt kein Weg an ein einem LAN-Kabel vorbei. Hier ist der Aufwand natürlich etwas höher, da Sie die Überwachungskamera außen per Kabel mit ihrem Router verbinden müssen. Allerdings werden Sie dafür auch mit einem besseren Empfang belohnt. Dieser ist störungsfreier und daher zumeist auch stabiler als eine WLAN-Verbindung. Vor allem wenn Sie die aufgezeichneten Videos per Datentransfer auf einem Computer speichern wollen, gewährleistet Ihnen die Übertragung via LAN eine deutlich sichere und zuverlässigere Verbindung.

Es gibt mittlerweile spezielle LAN-Kabel, die gegen Wind und Wetter geschützt sind. Diese eignen sich daher auch hervorragend für eine Außenkamera. Auch weitere Strecken können Sie dank entsprechend langer Kabel problemlos überbrücken.

Wenn es der Montageort also zulässt und Sie die Überachungskamera außen dort langfristig installieren wollen, wird Ihnen eine LAN-Verbindung sichere und gute Dienste leisten. Am besten Sie achten beim Kauf darauf, dass die Überwachungskamera außen mit beiden Möglichkeiten – also LAN und WLAN – funktioniert. So können Sie erst einmal in Ruhe ihre bevorzugten Monategorte ausprobieren, ohne sofort ein Kabel zu legen. Sollten Sie den richtigen Ort dann finden, schließen Sie das LAN-Kabel an.

Der vierte Punkt für unsere Checkliste für Überwachungskameras:

  • Schutzart: IP 66
  • Nachtsicht: Infrarot LEDs oder zusätzlich IR-Cut
  • Auflösung: mind. 720p, besser 1080p im HD-Format
  • Netzwerk: via LAN-Kabel, evtl. WLAN (bedarfsabhängig)

Die Versorgung per Stromkabel bietet sich für eine fest installierte Überwachungskamera außen an.

Die Versorgung per Stromkabel bietet sich für eine fest installierte Überwachungskamera außen an.

5. Überwachungskamera außen mit Stromkabel oder Akku betreiben?

Akku: Unabhängigkeit auf Zeit

Gerade für den Außenbereich bieten sich Kameras mit Akkus an, da diese nicht nur mehrere Tage halten, sondern sie benötigen eben auch keinen Stromanschluss. Sie bieten ihnen zusätzlich eine hervorragende Möglichkeit, verschiedene Montage- und Einsatzorte zu testen. Sind sie sich z.B. nicht sicher, von welcher Stelle sie genau ihre Haustür oder ihr Garagentor überwachen wollen. Kein Problem. Ohne lästige Kabel können sie eine solche Überwachungskamera außen solange an verschiedenen Orten und Positionen testen, bis Sie für sich den perfekten Platz gefunden haben. Einfacher geht es nicht. Oder? Doch, theoretisch schon. Natürlich gibt es auch längst Kameras, die mit Solarenergie betrieben werden. Hier müssen sie also weder einen Stromanschluss bereitstellen, noch die Akkus laden und wechseln. Allerdings gibt es in diesem Segment weit weniger Auswahl als bei den herkömmlichen Geräten.

Stromkabel: Aufwand lohnt sich

Bei aller berechtigter Begeisterung für die (strom)kabellosen Kameras, verfügen Geräte, die über einen Stromanschluss mit Energie versorgt werden, auch über einen großen Vorteil. Sind sie erst einmal angeschlossen, müssen sich ihre Besitzer keine Gedanken mehr über die entsprechende Versorgung machen. Gerade wenn Sie eine Überwachungskamera außen anbringen, kann sich der Mehraufwand lohnen.

Abhängig von dem Monategort müssen Sie selbst entscheiden, ob die Nutzung einer (extra neu installierten) Steckdose Sinn macht oder Sie bei der Überwachungskamera außen auf Akkus setzen.

Der fünfte Punkt für unsere Checkliste für Überwachungskameras:

  • Schutzart: IP 66
  • Nachtsicht: Infrarot LEDs oder zusätzlich IR-Cut
  • Auflösung: mind. 720p, besser 1080p im HD-Format
  • Netzwerk: via LAN-Kabel, evtl. WLAN (bedarfsabhängig)
  • Stromversorgung: Akku flexibler, Kabel für langfristigen Einsatz

6. Überwachungskamera außen mit Bewegungsmelder

Bewegungsmelder sorgen nicht nur dafür – wie der Name schon sagt – Bewegungen zu erkennen, sondern sie unterstützen ihre Überwachungskamera außen sowie innen dabei, Energie und Speicherplatz zu sparen. Diese Eigenschaften machen die Sensoren vor allem für Geräte mit WLAN sehr interessant.

Dank eines Bewegungsmelders läuft die Videoaufzeichnung nicht im Dauerbetrieb, sondern schaltet sich nur bei Bewegungen im zu überwachenden Bereich ein. Über das WLAN senden viele Kameras dann einen sogenannten Bewegungsalarm auf das Smartphone oder ein anderes (mobiles) Gerät des Nutzers. So bleiben Sie immer über jegliche Bewegung informiert, selbst wenn Sie unterwegs sind.

Es gibt natürlich auch Außenkameras, die im Dauerbetrieb jede Sekunde aufzeichnen, also auch, wenn gerade nichts passiert. Diese benötigen daher aber sehr viel Speicherplatz und sind für den Gebrauch über WLAN nicht zu empfehlen.

Der sechste Punkt für unsere Checkliste für Überwachungskameras:

  • Schutzart: IP 66
  • Nachtsicht: Infrarot LEDs oder zusätzlich IR-Cut
  • Auflösung: mind. 720p, besser 1080p im HD-Format
  • Netzwerk: via LAN-Kabel, evtl. WLAN (bedarfsabhängig)
  • Stromversorgung: Akku flexibler, Kabel für langfristigen Einsatz
  • Bewegungsmelder: effektiv und sparsam

Über eine Cloud oder ihr Heimnetzwerk können Sie auch mobil und teilweise sogar live auf den Speicher bzw. auf die Überwachungskamera außen zugreifen.

Über eine Cloud können Sie auch mobil und teilweise sogar live auf den Speicher bzw. auf die Überwachungskamera außen zugreifen.

7. Überwachungskamera außen mit SD Karte, Cloud oder Recorder betreiben?

Wie oben schon erwähnt hängt der benötigte Speicherplatz von der Länge und Qualität der jeweiligen Aufnahmen ab. Die Hersteller bieten für eine Überwachungskamera außen sowie innen verschiedene Systeme zur Speicherung an:

Überwachungskamera außen mit SD-Karte

In Verbindung mit einem Netzwerkzugang, z. B. über ein WLAN, können die gespeicherten Inhalte nicht nur einfach und schnell gesichert werden. Sie können auch über ihr Smartphone, Tablet oder ihren Computer bequem auf die Daten zugreifen. Natürlich ist es auch möglich, die SD-Karte aus der Überwachungskamera außen zu nehmen, um die Aufnahmen auf einem Gerät mit einem entsprechenden Steckplatz für SD-Karten anzuschauen. Dies ist allerdings auch fremden Personen möglich. Je nach Montageort können die Einbrecher die Karte oder gleich die komplette Überwachungskamera außen abmontieren oder zerstören. Haben Sie ihre Daten dann nicht über ein Netzwerk auf einem anderen Speichermedium gesichert, sind ihre Aufzeichnungen verloren.

Überwachungskamera außen: Cloud-Dienste für die Aufzeichnungen

Einige Anbieter bieten ihren Kunden an, die Daten online in einer Cloud zu speichern. Dieser Dienst ist aber meistens kostenpflichtig und es gibt je nach Anbieter verschiedene Preisstaffelungen. Für ein paar Euro kommen Sie so allerdings in den Genuss einiger interessanter und nicht zu unterschätzender Vorteile. Sie müssen erstens nicht den Speicherplatz ihrer Geräte, z.B. ihres Laptops, für die Archivierung der Aufnahmen belasten. Zweitens können sie jederzeit und überall mit ihrem Smartphone auf die Inhalte zugreifen und drittens sind ihre Aufzeichnungen vor Zerstörung und Raub durch Einbrecher geschützt. Eine SD-Karte kann schnell mal verloren, zerstört oder gar gestohlen werden. Vor allem wenn Diebe die Überwachungskamera außen leicht erreichen können. Auf ihren Cloud-Speicher haben Einbrecher nicht so leicht Zugriff, um mögliche Beweise verschwinden zu lassen. Überlegen Sie sich daher genau, ob Ihnen dieser zusätzliche Schutz nicht ein paar Euro wert ist.

Recorder für mehrere Kameras

Ein Recorder bietet sich vor allem für den Betrieb mehrerer Kameras an, da er ausreichend Speicherplatz besitzt. Das aufgezeichntete Material wird zentral auf einem Gerät gespeichert und archiviert. Er ist in der Anschaffung natürlich teurer als SD-Karte oder Cloud-Dienst. Allerdings bietet er deutlich mehr Speicherkapazität, es fallen außer Stromkosten keine monatlichen Gebühren an. Und Sie können grundsätzlich auch von unterwegs auf die Daten zugreifen. Planen Sie mehrere Überwachungskameras außen oder innen zu betreiben, ist ein Recorder eine sehr gute Wahl. Wollen Sie erst einmal mit einer Überwachungskamera außen oder innen starten, reicht eines der anderen Speichermedien. Recorder können problemlos nachgerüstet werden.

 Aus den oben genannten Punkten ergeben sich nun folgende Mindestenanforderungen für eine Überwachungskamera außen. 

Überwachungskamera außen: Worauf Sie beim Kauf achten sollten

  • Schutzart: IP 66
  • Nachtsicht: Infrarot LEDs oder zusätzlich IR-Cut
  • Auflösung: mind. 720p, besser 1080p im HD-Format
  • Netzwerk: via LAN-Kabel, evtl. WLAN (bedarfsabhängig)
  • Stromversorgung: Akku flexibler, Kabel für einen langfristigen Einsatz
  • Bewegungsmelder: effektiv und sparsam
  • Speicher: SD Karte oder Cloud, Recorder für mehrere Kameras