Wie funktioniert eine Überwachungskamera mit Bewegungsmelder?

Überwachungskameras werden standardmäßig installiert, um bestimmte Bereiche rund um die Uhr zu überwachen. Inzwischen existiert eine Vielzahl an unterschiedlichen Modellen, welche über verschiedenste Funktionen verfügen. Besonders beliebt ist die Überwachungskamera mit Bewegungsmelder. Betritt eine Person ohne Erlaubnis den überwachten Bereich, nimmt die Kamera die Situation auf. Die Funktionsweise von Überwachungskameras mit Bewegungsmelder wird dabei über einen eingebauten Sensor ermöglicht.

Definition: Überwachungskamera mit Bewegungsmelder

Die Überwachungskamera mit Bewegungsmelder ist eine besondere Ausführung der herkömmlichen Überwachungskamera. Im Fachhandel besitzt sie unterschiedliche Namen. Neben Motion Detection und PIR-Kamera können die Überwachungskameras ebenso als Bewegungserkennung angeboten werden. Auch PIR Motion Detection als Bezeichnung ist möglich. Obwohl manche Modelle über eine Bewegungserkennung oder einen Bewegungsmelder verfügen, nimmt die Kamera jedoch nicht jede Bewegung im überwachten Bereich auf.

Arbeitsweise einer Überwachungskamera mit Bewegungsmelder

Überwachungskameras mit integriertem Bewegungsmelder arbeiten häufig mit Lichtsensoren. Sobald die Kamera in Betrieb ist, scannt diese die Umgebung. Die Kamera ist hierbei immer im Stand-by-Modus, da sie weniger Akku verbraucht. Aufgrund des Scanvorgangs ist die IP Kamera nicht in der Lage, Aufnahmen durchzuführen. Sobald die Kamera während des Scannens eine Veränderung im Bild erkennt, reagiert sie augenblicklich und aktiviert die Bewegungserkennung.

Eine Veränderung kann beispielsweise durch Bewegungen im überwachten Bereich ausgelöst werden, welche den Kontrast oder die Lichteinflüsse beeinflusst. Die Bewegungserkennung startet eine Videoaufnahme, welche je nach Modell zwischen wenigen Sekunden oder einigen Minuten dauert. Während des Aufnahmezeitraums deaktiviert die Kamera alle anderen Funktionen.

Sobald das Video beendet ist, startet die Kamera erneut den Stand-by-Modus. Dieser Vorgang wird bei jeder erneuten Veränderung beim Scanvorgang wieder durchgeführt. Die Aufnahmen mancher Überwachungskameras mit integriertem Bewegungsmelder beinhalten nicht nur Videos, sondern ebenfalls Bilder. Damit der Besitzer des überwachten Bereichs schnell reagieren kann, versenden diese Kameras die geschossenen Überwachungsbilder per E-Mail.

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Was ist ein PIR-Sensor?

Neben Überwachungskameras mit Lichtsensor existieren auch Modelle mit Bewegungserkennung mit PIR-Sensor. Der Begriff PIR ist die Kurzfassung von Passiver Infrarot Sensor. Im Gegenzug von Lichtsensor messen die PIR-Sensoren nicht das einfallende Licht mitsamt Veränderung. Sie reagieren auf ausgestrahlte Wärmestrahlungen, wie sie unter anderem Menschen erzeugen.

Der Vorteil von Überwachungskameras mit PIR-Sensor besteht darin, dass sie Erfassung der Wärmestrahlung selbst aus einigen Metern Entfernung durchführen können. Sobald die Kamera mit PIR-Sensor installiert und in Betrieb genommen wurde, arbeitet sie. Erkennt die Kamera einen Temperaturunterschied, aktiviert sie meist eine Videoaufnahme. Je nach Modell ist es ebenso möglich, dass die Kamera augenblicklich einen Alarm auslöst. Folglich unterscheidet sich eine Kamera mit PIR-Sensor im Betrieb kaum von einer Ausführung mit einem Lichtsensor.

Als besondere Ausführung gelten Überwachungskameras mit Infrarotüberwachung. Der Infrarotsensor ist besonders lichtempfindlich, wodurch die Kameras auch im Betrieb bei Nacht oder in der Dunkelheit sehr helle Farbbilder erzeugen. Überwachungskameras mit Infrarotsensor eignen sich somit gut für dunkle Orte. Folglich bieten die Kameras vergleichbare Funktionen wie Nachtsichtkameras, so dass keine zusätzliche Beleuchtung am überwachten Platz notwendig ist.

Vorteile von PIR-Kameras

PIR-Kameras besitzen im direkten Vergleich mit herkömmlichen Kameras einige zentrale Vorteile. Einer hiervon ist die eigenständige Arbeitsweise der Kameras. Falls benötigt, reagiert die Kamera augenblicklich auf Veränderungen im überwachten Bereich. Gleichzeitig informiert sie den Besitzer mittels Alarm oder anderen Verständigungsoptionen.

Software, welche für den Betrieb der Kamera benötigt wird, befindet sich grundsätzlich im Lieferumfang, wodurch weitere Geräte oder spezielle Software meistens nichts nötig. Zudem überwachen die Kameras den gewünschten Bereich immer gleichmäßig. Lediglich Veränderungen, welche außerhalb des Überwachungsbereichs liegen, erfassen sie nicht. Außerdem zeichnen die Kameras immer nur die Veränderungen auf.

Werden bestimmte Stellen von Überwachungsvideos benötigt, die durch herkömmliche Rekorder aufgezeichnet wurden, müssen diese Stellen zunächst händisch herausgesucht werden. Die Aufnahmen der PIR-Kameras aber konzentrieren sich ausschließlich auf jene Stellen in den Videos, in denen tatsächlich Veränderungen eintreten. Ebenso arbeiten die Kameras im 24-Stunden-Betrieb, obwohl sie den Großteil der Zeit im Stand-by-Modus verbringen.

Eine gesonderte Einstellung von Überwachungsfenstern ist nicht notwendig. Allerdings können die Besitzer der PIR-Kameras die Benachrichtigungsfunktionen individuell anpassen. Findet beispielsweise eine Benachrichtigung per Mail statt, sind die Kameras in der Lage, das Bildmaterial in Echtzeit an mehrere Mail-Adressen zu senden.

Fazit

Eine Überwachungskamera mit Bewegungsmelder ist eine gute und sinnvolle Möglichkeit, Haus, Wohnung oder Grundstück zu überwachen. Vor allem für den Privatanwender können sich diese Geräte durchaus lohnen. Da viele Kameras nur dann aufnehmen, wenn sie eine Veränderungen bemerken, benötigen sie nur wenig Speicherplatz. Eine typische Überwachungskamera im unteren Preissegment ist zum Beispiel die von uns getestete SV3C 1080p Wlan IP Kamera.

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